Ein großes Dankeschön an alle, die bei dieser gelungenen Veranstaltung mitgewirkt haben! Als Kooperationspartner der Stadt Frankfurt veröffentlichen wir hier die Pressemitteilung von Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg
Pressemitteilung, 1. Dezember 2025
„Vielfalt ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, die es zu gestalten gilt“
Daran zweifelt niemand: Frankfurt hat eine diverse Stadtgesellschaft. Doch entgegen dem Eindruck, den der Sound politischer Debatten oftmals vermitteln mag, ist Diversität keine Bürde, sondern eine Chance: Für Wirtschaft, für die Gesellschaft – und sollte es für Personen mit Migrationsgeschichte selbst ebenfalls sein.
„Rund die Hälfte der Frankfurter:innen hat Einwanderungsgeschichte. Sie prägen die Stadtgesellschaft. Sie sind in vielen Jobs tätig, gründen Unternehmen. Ohne sie würde in dieser Stadt und diesem Land nichts gehen“, betonte Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg bei der Veranstaltung „Diversität als Chance – Stärken nutzen für Beruf, Bildung und Teilhabe“ am vergangenen Samstag, 29. November 2025 im stadtRAUMfrankfurt. „Es ist wichtig, jungen Leuten Teilhabe zu ermöglichen, sowohl im Beruf, als auch in der Demokratie, die wir täglich verteidigen müssen.“
Initiiert wurde sie von der Bürgermeisterin in Kooperation mit KUBI Gesellschaft für Kultur und Bildung gGmbH. KUBI-Geschäftsführerin Fatma Kinali hob hervor, dass junge Leute mitgenommen werden müssen. „Sie müssen das Gefühl haben, dass ihre Meinung wichtig ist.“ Mit Blick auf die Fachkräftediskussion sagte sie: „Wir haben kein Fachkräfteproblem, wir haben ein Anerkennungsproblem.“ Damit sprach sie an, dass viele Zugewanderte mit guten Qualifikationen nach Deutschland kommen, diese jedoch nicht anerkannt würden. „Wenn man dies ändert, lassen sich auch Fachkräftelücken schließen.“
In zwei Diskussionsrunden wurden die Themen demokratische Beteiligung und Teilhabe am Arbeitsmarkt weiter vertieft. In Podiumsrunde 1 diskutierten Eskandari-Grünberg, Helmold Rademacher (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer und die ehemalige Landesschülersprecherin Yagmur Günay darüber, wie verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten – sowohl in der Schule als auch außerhalb – verbessert werden können. Zurzeit, da war sich die Runde einig, gibt es viele aktuelle politische Themen, für die sich die Jugend interessiert. Oft fehlt jedoch der Raum, diese zu diskutieren. Günay wies zudem darauf hin, dass Jugendlichen schon klar sei, dass sie in einer Demokratie leben, aber oft die Beteiligungsmöglichkeiten fehlen.
In der zweiten Podiumsrunde wurde am Beispiel des Kontaktstudiums, das KUBI in Kooperation mit der Goethe-Universität umsetzt, aufgezeigt, wie es mit der Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen und der Vermittlung in Beruf und Ausbildung gehen kann: Zugewanderte nehmen an Kursen teil und erhalten ein Zerfikat, das den Zugang zu Studium und Arbeitsmarkt eröffnet. Teilgenommen haben an der Runde der Musiker Hassan Annouri („Wir sind alles Frankfurter“), Dr. Iva Hradská, Erziehungswissenschaftlerin der Goethe-Universität, Sevde Gül Yildirim, Absolventin des „Kontaktstudiums“ sowie der Direktor des Goethe-Instituts Frankfurt, Uwe Mohr.
Bei einem Markt der Möglichkeiten standen Teams von 15 verschiedenen Organisationen, Vereinen und Projekten zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung. In unserer Galerie hier im Anschluss bieten wir einen schönen Überblick und bedanken uns ausdrücklich für die Bereitschaft und starke Unterstützung! (FOTOS: Julia Sidorenkova)
Diversität als Chance – unsere Veranstaltung in Bildern

Demokratie und Empowerment

KUBI gGmbH und Stadt Frankfurt

Arbeitsmarkt und Teilhabe


Y. Yanboludan, Dr. M. Hamdouchi (Aamana e.V.)


(FAZ-Journalistin)










Demokratiebildung an Schulen



Berufliche Bildung

Neueste Kommentare