KUBI-Gründer und Geschäftsführer Arif Arslaner gestorben.
Frankfurt am Main, 21. April 2026 – „Wir verlieren nicht nur einen Kämpfer für Chancengerechtigkeit und einen Wegbereiter für gelingende Integration. Wir verlieren einen wahren Freund.“ Die beiden Geschäftsführerinnen der Gesellschaft für Kultur und Bildung KUBI gGmbH Fatma Kinali und Yildiz Yanboludan teilen heute mit, dass der Gründer und bis 2024 geschäftsführende Gesellschafter Arif Arslaner (63) nach langer, schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie am Montagabend gestorben ist.
„KUBI ist sein Lebenswerk“
Vor 33 Jahren hat der in der Türkei geborene Arif Arslaner den Verein für Kultur und Bildung KUBI e.V. in Frankfurt gegründet und im Laufe der Jahre zu einem renommierten Bildungsträger mit Tochtergesellschaft BIKU gGmbH und mehr als 200 Mitarbeitenden aufgebaut. Anfangs noch als Migrantenorganisation bekannt, entwickelte sich die heutige gemeinnützige Gesellschaft immer mehr zu einem wichtigen interkulturellen Akteur in Frankfurt, der in enger Kooperation mit städtischen Behörden, Land und Bund Förderprojekte für Jugend- und Familienhilfe, Teilhabe und Demokratie entwickelte und umsetzte.
„KUBI ist sein Lebenswerk“, bestätigt Fatma Kinali, Arif Arslaners langjährige Wegbegleiterin. Auf Prävention und Nachhaltigkeit legte er besonderen Wert, was sich im Unternehmensmotto von KUBI widerspiegelt: „Wir müssen heute klären, wie wir morgen leben.“
Arif Arslaner konnte sich authentisch für Vielfalt und Teilhabe einsetzen, denn er wusste, wovon er redet, berichtet Yildiz Yanboludan. Als Jugendlicher war er aus der Türkei nach Deutschland gekommen, hat seinen ambitionierten Bildungsweg konsequent verfolgt und mit einem Studienabschluss als Diplom-Pädagoge abgeschlossen. Dabei mussten jedoch viele Hürden überwunden werden. Diese Erfahrung führte dazu, dass er sich seitdem unermüdlich für mehr Chancengerechtigkeit einsetzte und dies zum Leitbild der KUBI gGmbH machte. Viele seiner Projektideen hatten Modellcharakter und prägen heute unter anderem die Frankfurter Jugendhilfe-Landschaft.
Einsatz für Demokratie
Durch Begegnungen wächst Verständigung – mit dieser Haltung konzipierte Arif Arslaner Bildungsangebote, um Menschen zu fördern und genauso engagierte er sich als geschätzter Netzwerker und aktiver Unterstützer der Demokratie in der Stadtgesellschaft. Die Stadt Frankfurt würdigte sein Engagement erstmals im Jahr 2006 als KUBI, damals noch als Verein, mit dem Integrationspreis der Stadt ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2021 erhielt Arif Arslaner persönlich die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt für sein jahrzehntelanges Engagement für gleichberechtigte Teilhabe und Integration, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In seiner Dankesrede 2021 im Kaisersaal sagte er: „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiter:innen und Wegbegleiter:innen, die sich unermüdlich für Bildungs- und Integrationschancen vieler Menschen einsetzen. Diese Auszeichnung ist auch eure Auszeichnung!“
Genau in diesem Sinne wolle die KUBI gGmbH ihre wichtige Arbeit in Frankfurt fortsetzen, so die Geschäftsführerinnen. „Heute jedoch trauern wir gemeinsam mit Arifs Familie, seiner Frau und seinen Kindern und wünschen ihnen und allen Angehörigen viel Kraft.“
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