Vertreter*innen migrantischer Organisationen können teilnehmen und so ihr Engagement für Demokratie und gegen Rassismus stärken

KUBI – Gesellschaft für Kultur und Bildung startet aktuell sein Multiplikator*innen-Schulung für Demokratie und gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Extremismus. Teilnehmen können Vertreter*innen migrantischer Vereine und Organisationen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. Es umfasst eine Reihe an Schulungen rund um das Thema Demokratie und beinhaltet einen zertifizierten Abschluss. Wer erfolgreich teilnimmt, kann daraufhin im eigenen Verein Schulungen anbieten und so aktiv zur Vermittlung und Festigung demokratischer Werte beitragen.

Das Angebot ist Teil des Projekts MOND – Migrant*innen-Organisationen Netzwerk für Demokratie. Das Hessische Informations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE) fördert dieses Projekt im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“. Es ist zudem im „Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus“ der Stadt Frankfurt verankert. Ein Beirat mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft begleitet das Projekt.

Das Schulungsprogramm umfasst 18 Workshops über einen Zeitraum von neun Monaten. Die Zertifikatsübergabe ist für März 2022 geplant. Den Schwerpunkt bilden Themen unter anderem zu Demokratie, Partizipation, politische Bildung, Integration und Diskriminierung. Behandelt werden zudem auch praxisnahe, für Vereine wichtige Themen wie etwa „Finanzierung für Vereine“, „Projektmanagement“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Vereinsrechte“.  

Die Frankfurter Goethe-Universität und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg unterstützen das Projekt mit Schulungsangeboten sowie bei der Zerifikatsverleihung. „Mit der abgeschlossenen Multiplikator*innen-Ausbildung können die Teilnehmer*innen Demokratie im eigenen Umfeld stärken“, erklärt Merle Hummrich, Professorin für Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität. „Es werden Kenntnisse vermittelt, Handlungsmöglichkeiten entwickelt und es wird zur Auseinandersetzung mit Fragen der Demokratie angeregt.“ Hummrich ist zudem Mitglied im Beirat des Projekts MOND.

Wachsendes Netzwerk engagierter Vereine

Insgesamt 14 Organisationen und Vereine sind bereits dabei. Weiterhin können migrantische Vereine und Organisation auch unabhängig von der Ausbildung an verschiedenen Schulungen und Vernetzungsaktivitäten teilnehmen. Wer an der Multiplikator*innen-Ausbildung teilnimmt, profitiert auch persönlich, da sie als berufliche Qualifikation anerkannt ist.

„Über die ständigen Teilnehmer*innen hinaus stehen wir mit vielen weiteren Organisationen in Kontakt, die wir beispielsweise zu kulturellen Veranstaltungen wie unser Sommerfest einladen“, erklärt Anna Latsch, Geschäftsführerin von KUBI. „Auf diese Weise schaffen wir ein wachsendes Netzwerk, mit dem wir in nächster Zeit auch eine Kampagne gegen Rassismus entwickeln werden. Das gesamte Programm ist partizipativ ausgerichtet, das heißt, wir beziehen die Bedürfnisse und Vorschläge der Teilnehmer*innen von Beginn an mit ein.“   

Schätzungsweise gibt es rund 300 migrantische Organisationen und Vereine allein in Frankfurt. Sie sind Anlaufpunkte für viele Menschen und tragen viel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Ziel des Projekts MOND ist es, möglichst viele zu erreichen, miteinander zu vernetzen und sie als Partner*innen für die Vermittlung und Stärkung demokratischer Werte zu gewinnen.

Über KUBI

KUBI Gesellschaft für Kultur und Bildung gGmbH, Frankfurt am Main, verfolgt das Ziel, die schulischen und beruflichen Integrationschancen von jungen Menschen gleich welcher Herkunft zu verbessern und die Verständigung fördern. Dazu realisiert KUBI viele Angebote und Projekte von der Berufsorientierung über berufliche Bildung und Ausbildungscoaching bis hin zu Erziehungshilfen sowie Integration und die Betreuung von Geflüchteten. Darüber hinaus unterstützt KUBI auch Unternehmer der Migrantenökonomie. Die Gesellschaft ist Initiator und Impulsgeber für viele neue Konzepte – wie aktuell mit „Jugendhilfe in der Schule“ – und eng mit der Bildungs-, Integrations- und Sozialarbeit der Stadt Frankfurt verbunden. KUBI wurde 1993 als Verein von Deutschen und Türken gegründet und zählt heute zusammen mit seiner Tochtergesellschaft BIKU gGmbH rund 200 Mitarbeitende aus 16 Nationen.

Seit 1. Mai 2021 ist KUBI eine gGmbH.

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